Die Katarakt-Operation wird bei Menschen mit Grauem Star am Auge (Katarakt) durchgeführt, um die körpereigene, getrübte Augenlinse gegen eine künstliche Linse auszutauschen . Die Augen gehören zu unseren wichtigsten Sinnesorganen. Die Angst, durch den Grauen Star, die „Katarakt“, eines Tages zu erblinden, ist heute unbegründet, wenn die Katarakt-Operation am Auge zur rechten Zeit durchgeführt wird. Die medizinischen Fähigkeiten sind mittlerweile so weit fortgeschritten, dass Augenerkrankungen durch geeignete Maßnahmen geheilt oder zumindest stark verbessert werden können.
Die Katarakt-Operation gehört nicht nur zu den häufigsten Eingriffen in der Chirurgie, sondern auch zu den ältesten.
Schon in der Antike war die Augenkrankheit, der Graue Star, bekannt. Da die Erkrankten durch die getrübte Linse und die dadurch verschwommene Sehweise meinten, durch einen herabstürzenden Wasserfall zu schauen, waren sie der Ansicht, hinter der Pupille würde eine Flüssigkeit fließen, die dann erstarrte und somit die Katarakt auslösten. Der Begriff „Katarakt“ entstammt dem Griechischen „katarrhaktes“ und bedeutet tatsächlich „Herabstürzen“ oder „Wasserfall“. Bereits zu Zeiten der Babylonier kannte man die Operation des Grauen Stars. Durch den „Starstich“ wurde die getrübte Linse einfach aus dem Auge herausgestochen.
Symptome des Grauen Stars
Betroffene, die am Grauen Star leiden, verlieren mehr und mehr ihre Sehkraft . Durch die Trübung der Augenlinse wird das einfallende Licht diffus gebrochen, wodurch sich die Sicht verschleiert und alles verschwommen wirkt. Die graue Färbung hinter der Pupille ist bei fortschreitender Erkrankung deutlich erkennbar. Auch das gelegentliche Sehen von Doppelbildern gehört zu den Symptomen des Grauen Stars.
Beim direkten Hineinschauen in Lichtquellen, beispielsweise in eine Lampe, werden des Weiteren Lichthöfe wahrgenommen – bunte Kreise, die nicht sofort verschwinden. Die Anpassung der Augen an hell und dunkel, die Adaption, ist verzögert, auch das räumliche Sehen wird immer weiter eingeschränkt. Hin und wieder kommt es jedoch auch zu einer kurzfristigen Verbesserung der Sehfähigkeit im Nah- oder im Fernbereich. So können manche Menschen plötzlich auf ihre Lesebrille verzichten.
Da sich die Sehfähigkeit durch die Linsentrübung jedoch unweigerlich verschlechtern wird, sind diese Verbesserungen nur von vorübergehender Dauer. Daher ist die Katarakt-Operation eine Behandlungsmöglichkeit des Grauen Stars, die früher oder später in Erwägung gezogen werden sollte.
Ursachen für den Grauen Star
Der Graue Star tritt meistens erst im Alter auf. Ursache für die allmähliche Trübung der Linse ist dabei die unzureichende Nährstoffversorgung der Organe. Die Ausbildung des Grauen Stars kann jedoch auch Ursachen haben, die nicht auf das Alter zurückzuführen sind.
So können bestimmte Infektionskrankheiten während der Schwangerschaft wie Röteln und Masern verantwortlich für die Linsentrübung beim ungeborenen Kind sein. Auch der Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) ist oftmals an der Entwicklung des Grauen Stars beteiligt. Auslöser sind möglicherweise ebenso bestimmte Medikamente wie Kortison und auch Drogenmissbrauch.
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Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Konsultieren Sie bei Beschwerden einen Augenarzt.

